Unter dem biblischen Motto „Hast du erkannt, wie weit die Erde ist?“ (Hiob 38,18) rückt die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) in diesem Jahr die Frage nach dem menschlichen Wissen über die Schöpfung und die Verantwortung im Umgang mit ihr in den Mittelpunkt.
Das Plakatmotiv des 17. Ökumenischen Tags der Schöpfung zeigt eine Person, die von außen auf die Weltkugel blickt und dabei mit der Frage konfrontiert wird: „Hast du erkannt, wie weit die Erde ist?“ Die Frage entstammt der Hiob-Erzählung und wird dort von Gott an Hiob gerichtet. Das Bild lädt dazu ein, diesen biblischen Impuls auf das eigene Leben zu beziehen: Wie viel verstehen wir tatsächlich von den Zusammenhängen unserer Welt? Und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für unser Handeln gegenüber der Schöpfung?
Das Motto für dieses Jahr ist aus der ersten Rede Gottes an Hiob aus dem 38. Kapitel des Hiobbuches entnommen, in der das für den Menschen unbegreifliche Zusammenspiel der Schöpfung und Naturphänomene beschrieben werden:
"Hast du der Erde Weiten überblickt? Sag es, wenn du das alles weißt!” (Einheitsübersetzung)
Das Motto für den Ökumenischen Tag der Schöpfung 2026 „Hast du erkannt, wie weit die Erde ist?“ – ruft als herausfordernde Frage in Erinnerung, dass die Schöpfung nicht dem Menschen gehört. Vielmehr sind wir Menschen Teil dieser Schöpfung und mit allem Leben zutiefst verbunden. Es mahnt zu Demut und Dankbarkeit angesichts der Vielfalt und Schönheit der Erde. Zugleich weist die Frage auf den Wert der Biodiversität und die für den Menschen kaum fassbare Resilienz der Schöpfung hin.
Der Ökumenische Tag der Schöpfung versteht sich als gemeinsames Zeichen der Kirchen für die Bewahrung der Schöpfung und als Einladung, Glauben, Wissen und verantwortliches Handeln miteinander zu verbinden.
Weitere Informationen: www.schoepfungstag.info
Neuapostolische Kirche